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WELCHES
ANLIEGEN HAT DIE GEBETSSTÄTTE MARIA VOM SIEG?
Seit Gründung der Gebetsstätte liegt der pastorale Schwerpunkt
auf dem Sühnegedanken und einer kirchlichen Marienverehrung. |
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Aus dem Amtsblatt für
die Diözese Augsburg,
86. Jahrgang, Nr. 11, 26. Mai 1976: „Die vom Bischof
von Augsburg genehmigte Gebetsstätte in Wigratzbad ist Maria,
der „Unbefleckt empfangenen Mutter vom Sieg“ geweiht.
Die in Wigratzbad gepflegte Verehrung der Muttergottes vom Sieg will
in einem umfassenden Sinn das Vertrauen auf den Beistand der ,Frau
umgeben von der Sonne’ (Offb.12,1) im Endkampf des Reiches der
Finsternis gegen das Reich Gottes stärken.
In dieser Absicht und im Sinne der vom heiligen Ludwig Maria Grignion
von Montfort dargelegten „Ganzhingabe an Maria“ –
und durch Maria an Jesus – sowie der von Papst Pius XII. voll-zogenen
Weihe der Kirche und der gesamten Menschheit an das Unbefleckte Herz
Mariens werden die Gläubigen in Wigratzbad angeleitet, ihr Leben
ganz unter die Führung Marias zu stellen und gemäß
ihrem Vorbild zur Ehre des Dreifaltigen Gottes an der Rettung der
Welt mitzuwirken“. |
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WAS
VERBINDET WIGRATZBAD MIT LOURDES?
Die Gebetsstätte "Maria vom Sieg" steht in der Tradition
von Lourdes. Ihre Gründerin, Antonie Rädler, war eine große
Beterin. Im Jahr 1899 wurde sie in Wigratzbad als 4. Kind des Viehhändlers
und Metzgers Andreas Rädler und seiner Frau Anna Maria geboren.
Schon als Kind fühlte sie sich besonders der Muttergottes verbunden.
Hinzu kam, dass in ihrer Familie innig gebetet und die Gottesmutter
inständig verehrt wurde. Sogar eine Nachbildung der Lourdesgrotte
stand im Schlaf-zimmer ihrer Eltern.
Während des Nationalsozialismus wurde Antonie wegen ihres mutigen
Glaubensbekenntnisses bedroht und verfolgt. Zum Dank für ihre
Rettung erlaubten ihr die Eltern, auf ihrem Land eine Lourdesgrotte
zu bauen. 1936 weihte sie der damalige Ortspfarrer Basch nach vielen
Mühen und Rückschlägen am Rosenkranzsonntag ein. Das
waren die Anfänge der Gebetsstätte "Maria vom Sieg".
Die Grotte steht heute noch, allerdings nicht mehr an ihrer ursprünglichen
Stelle, sondern wenige Meter von ihr entfernt. Hier betete Antonie
Rädler täglich den Rosenkranz, hier wachte sie in nächtlichem
Gebet.
Ihre starke Bindung an die Gottesmutter vertiefte sich noch auf einer
Pilgerfahrt nach Lourdes, zu der sie sich im Jahr 1937 innerlich gedrängt
fühlte. Was damals unmöglich erschien, glückte ihn
Ohne Visum und Pass gelang es ihr, nach Frankreich einzureisen. Zwei
Wochen blieb sie in Lourdes. Da sie kein französisches Geld hatte,
lebte sie nur von Wasser und Brot. Aber immer wieder traf sie Menschen,
die ihr halfen. Antonie fühlte sich besonders vom heiligen Josef
beschützt, und unter der Führung der Muttergottes erreichte
sie wieder wohlbehalten ihr Wigratzbad. |
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