Gnadenkapelle

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Die Gnadenkapelle und das Gnadenbild Unserer Lieben Frau vom Sieg

Unter vielen Schwierigkeiten und vielfach durch Behörden behindert kam es im Jahr 1938 zur Erbauung der Gnadenkapelle „Maria vom Sieg“. Zuerst sollte nur die bestehende Grotte vergrößert werden. Nach zigfachem Vorsprechen beim Oberregierungsrat auf dem Kreisbauamt Lindau wurde die Angelegenheit nach Vorlage eines Planes an das Landesbauamt Kempten weitergegeben. Am 17. Juni 1938 erfolgte schließlich die Genehmigung der Kapelle. Im Juli war der Baubeginn, Anfang November war bereits das Dach aufgerichtet. Ende November erteilte das Bischöfliche Ordinariat Augsburg die Genehmigung zur Benediktion der Kapelle, die für den 8. Dezember angesetzt wurde.

Die Segnung wurde aufgeschoben, weil Antonie Rädler am 21. November wegen Betrugsverdacht verhaftet worden war und bis zum 18. Dezember in Gewahrsam blieb.
Pfarrer Dorn von Wohmbrechts vermerkt in seinen Aufzeichnungen, daß die Kapelle im Oktober 1939 weitergebaut wurde.
Im Dezember desselben Jahres wurde der Glockenturm aufgesetzt, und die bronzene Muttergottesstatue darauf aufgestellt.
Am 25. März 1941 wurde die Kapelle benediziert und in ihr die erste Hl. Messe gefeiert.
Das Gnadenbild „Maria vom Sieg“ schuf nach den Angaben Antonie Rädlers im Jahr 1938 der Bildschnitzer Albertani in Bregenz.


Die Lourdesgrotte

Im Mai 1936 unternahm Antonie Rädler eine Wallfahrt nach Lourdes.
Nach Schließung der von ihr in Lindau geführten Metzgereifiliale erbaute sie daheim eine Nachbildung der Lourdesgrotte. Sie konnte eine 1,50 m große Lourdesmadonna erwerben, die in dieser Grotte aufgestellt wurde. Am 11. Oktober erfolgte die Einweihung der Grotte durch Pfarrer Basch, Wohmbrechts.
In der Oktav des Festes der Unbefleckten Empfängnis vernahm Antonie Rädler die Anrufung Mariens: „Unbefleckt empfangene Mutter vom Sieg, bitte für uns.“ Die Statue der ursprünglichen Grotte befindet sich gegenwärtig in der Lourdesgrotte unter der Gnadenkapelle.

Nach den Aufzeichnungen von Pfarrer Dorn wurde im Jahr 1942 die kleine Ursprungsgrotte erweitert. Mit dem Marmor der ursprünglichen Grotte werden die Wände verkleidet.
Im Jahre 1960 wurde die Grotte von ihrem anfänglichen Standort weg einige Meter verlegt und in die Lourdeskapelle vor dem ehemaligen Pilgerheim integriert.


Der Herr im Elend

Ebenfalls im Jahre 1938 unternahm Antonie Rädler eine Reise nach Matrei am Brenner. Dort wird das Bildnis des „Herrn im Elend“ verehrt. Es wurde im Jahr 1210 von Heinrich von Aufenstein aus dem Heiligen Land nach Matrei gebracht. Nach einer in der Wallfahrt „Maria Waldrast“ durchbeteten Nacht kehrte sie zurück und ließ beim Bildhauer Albertani eine Kopie des „Herrn im Elend“ anfertigen. Diese Nachbildung ist in der Unterkirche der Gnadenkapelle aufgestellt und wird bis heute von den Pilgern als zweites Wallfahrtsbild in Wigratzbad verehrt und um Hilfe in eigenen Nöten angerufen.

Kreuzweg

Der Kreuzweg, den viele Beter für sich betrachtend gehen und der an den Freitagen der Fastenzeit gemeinsam gegangen wird, wurde 1966 von Bildschnitzer Albertani geschaffen und am Christkönigsfest vom Pfarrer von Opfenbach gesegnet.