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IMMERWÄHRENDER ROSENKRANZ
 
 

Auf das Heilige Jahr 2000 hin erwuchs für die Rosenkranzbruderschaft die Idee eines "Immerwährenden Rosenkranzes". Wie schön wäre es, wenn die Mitglieder unserer Rosenkranzbruderschaft - einer nach dem anderen - rund um die Uhr den Rosenkranz beten würden. Dies könnte man dadurch erreichen, dass sich einzelne Mitglieder verpflichten, zu einer bestimmten Zeit pro Woche den Rosenkranz zu beten. Wer sich in den "Immerwährenden Rosenkranz"
noch einreihen möchte, kann sich unter folgenderAdresse bzw. E-Mail eine Anmeldekarte bestellen.

Bestelladresse für die Anmeldekarte

Rosenkranzbruderschaft
Kirchstraße 18
88145 Wigratzbad

rosenkranz@gebetsstaette.de

 
An der Gebetsstätte Wigratzbad ist seit 1986 eine Rosenkranzbruderschaft ansässig. Im deutschsprachigen Raum zählt sie bereits über 4000 Mitglieder. Die Mitgliedschaft ist für alle Interessierten offen. Durch ein immerwährendes Rosenkranzgebet rund um die Uhr will die Bruderschaft einen entscheidenden Beitrag zur Neuevangelisierung Europas und der ganzen Welt leisten.
 
DER IMMERWÄHRENDE ROSENKRANZ

von Direktor Thomas Maria Rimmel

Als ich am Allerheiligentag 1999 nach der Gräbersegnung in Wigratzbad über den Kirchplatz ging, begegnete ich zwei Müttern mit ihren halbwüchsigen Töchtern. Die vier Damen kamen aus dem österreichischen Vorarlberg. Spontan fragte ich eine der Mütter, ob sie Mitglied in unserer Rosenkranzbruderschaft sei. Die Frau verneinte es zwar, meinte aber dann, dass sie schon länger den Gedanken hege, dieser Gebetsgemeinschaft beizutreten. Völlig unvermittelt und ohne größere Erläuterungen wandte ich mich mit einer weiteren Frage an dieselbe Frau: "Ich suche eine Verantwortliche für unsere Rosenkranzbruderschaft in Österreich. Würden Sie diese Aufgabe übernehmen?" Strahlend erteilte mir diese Frau eine Zusage. Sie sprach dann davon, gerade aus Medjugorje zurückgekehrt zu sein. Dort sei sie ermutigt worden, sich über den Gottesdienst hinaus für die Kirche zu engagieren.

Die Rosenkranzbruderschaft

1986 wurde durch den damaligen Augsburger Diözesanbischof Stimpfle in Wigratzbad die "Rosenkranzbruderschaft zum Herrn im Elend und zur unbefleckt empfangenen Mutter vom Sieg" errichtet. Diese Rosenkranzbruderschaft ist kein Verein, sondern eine geistliche Gebetsgemeinschaft. Die Anregung zur Gründung ging von Pater Johannes Schmid aus. Er übertrug der Rosenkranzbruderschaft drei Aufgaben. Einerseits soll die Marienverehrung gefördert werden, andererseits die Liebe und Treue zum Heiligen Vater und zur Kirche. Schließlich will sie Sorge tragen für Priester- und Ordensberufe. Mitglied kann jeder gefirmte Katholik werden. Der Rosenkranz ist nicht streng verpflichtend, jedes Mitglied bestimmt das tägliche Maß selbst. Für jedes Mitglied wird nach dessen Tod eigens eine Hl. Messe gefeiert, ebenso werden jedes Jahr mehrere Hl. Messen für die Lebenden und verstorbenen Mitglieder zelebriert. Zur Zeit hat diese Rosenkranzbruderschaft über 4000 eingeschriebene Mitglieder.

Ein "Immerwährender Rosenkranz"

Auf das Heilige Jahr 2000 hin er wuchs nun die Idee eines "Immerwährenden Rosenkranzes". Wie schön wäre es, wenn die Mitglieder unserer Rosenkranzbruderschaft - einer nach dem anderen - rund um die Uhr den Rosenkranz beten würden. Dies könnte man dadurch erreichen, dass sich einzelne Mitglieder verpflichten, zu einer bestimmten Zeit pro Woche den Rosenkranz zu beten. Geht man von solch einem Wochenzyklus aus und berücksichtigt man die Tatsache, dass ein Rosenkranz eine halbe Stunde in Anspruch nimmt, bräuchte man für einen "Immerwährenden Rosenkranz" 336 Beter. Unsere Bruderschaft umfasst mehr als zwölfmal soviel eingeschriebene Mitglieder. Jeder von uns betet den Rosenkranz sowieso zu irgendeiner Tages- oder Nachtzeit. Warum könnte sich nicht wenigstens ein Teil unserer Bruderschaft an einem Wochentag festlegen, immer zu einer bestimmten Zeit den Rosenkranz zu beten? Zweifelsohne sind es die Nachtzeiten, deren Besetzung Schwierigkeiten bereiten könnte. Aber wie viele Beter stehen sehr früh auf oder gehen erst spät zu Bett? Und wie viele liegen nachts wach oder arbeiten? Durch solch einen "Immerwährenden Rosenkranz" entstünde innerhalb der Bruderschaft eine neue Motivation zum Gebet und ein neues Band der Zusammengehörigkeit. Die Mitgliedschaft könnte neu erlebt werden und im Wissen um ein ununterbrochenes Gebet einen neuen dynamischen Schwung erlangen. Wenn immer ein Mitglied den Rosenkranz zur Hand nimmt, weiß es sich bereits mit anderen verbunden und taucht in einen steten Gebetsfluss ein.

Die großen Anliegen

Von Anfang an betonte die Gründerin von Wigratzbad, Fräulein Antonie Rädler, die Notwendigkeit, für den Papst und um heilige sowie seeleneifrige Priester zu beten. Zu diesen großen Anliegen fügen wir beim Immerwährenden Rosenkranz" die Bitte um eine neue Ausgießung des Heiligen Geistes über die Kirche und die ganze Menschheit bei. Insbesondere wollen wir die Jugend und die Familien einschließen. Dazu ermutigt uns das Heilige Jahr 2000. Immer wieder betont Papst Johannes Paul II., dass Gott im Jubeljahr besondere Gnaden für die Kirche und die ganze Menschheit bereithält. Das Heilige Jahr kann zu einer neuen Ausgießung des Heiligen Geistes werden, wenn wir uns nur vertrauensvoll dem Wirken dieses Geistes öffnen.

Beim ersten Pfingstfest waren die Apostel mit der Gottesmutter Maria in Jerusalem versammelt. Plötzlich wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt! Wenn wir den Rosenkranz in die Hand nehmen, uns sozusagen abermals als Gebetsgemeinschaft um die Mutter Jesu scharen und die Geheimnisse der Geburt, des Lebens und Sterbens, der Auferstehung und Himmelfahrt unseres Herrn Jesus Christus betrachten, dürfen wir nichts Geringeres erhoffen als eine neue Ausleihung desselben Heiligen Geistes. Nur durch eine vermehrte Anwesenheit des Heiligen Geistes in den Herzen der Menschen werden unsere Familien, die Kirche und dadurch die ganze Menschheit erneuert. Das Rosenkranzgebet in diesen großen Anliegen stellt damit ein wichtiges Apostolat dar. Auch Menschen in schwierigen Lebenssituationen - Alleinsein im Alter, Krankheit etc. - können ihrem Leben durch die Teilnahme am Immerwährenden Rosenkranz einen neuen Sinn verleihen und erfahren so ihren unabdingbaren Wert.

Zum Organisatorischen

Nachdem ich den vier Damen die Idee des "Immerwährenden Rosenkranzes" eröffnete, meinte eine der Töchter voller Freude: "Mama, wir machen mit! Wir beten sowieso jeden Tag um halb sechs den Rosenkranz."

Wer sich in den "Immerwährenden Rosenkranz" einreihen möchte, soll eine Postkarte an die Rosenkranzbruderschaft, Kirchstraße 18, 88145 Wigratzbad schicken. Darauf soll er seine Adresse angeben, sowie den Wochentag und die Uhrzeit, zu der er regelmäßig den Rosenkranz beten will (z.B. Montag um 15.30 Uhr). Durch die Anmeldung verpflichten sich also die Beter, bis auf einen schriftlichen Widerruf hin, jedoch nicht unter Sünde, immer am selben Wochentag zur vereinbarten Uhrzeit den Rosenkranz zu beten. Mit unseren regelmäßigen Rundbriefen informieren wir die Beter stets über die noch offenen Gebetszeiten. Eine besondere Form der Teilnahme am "Immerwährenden Rosenkranz" besteht darin, dass sich eine Familie oder eine Gruppe zum gemeinsamen Rosenkranzgebet verpflichtet. Wenn sich eine Familie zum gemeinsamen Gebet entschließen kann, soll sie dies auf der Anmeldung vermerken. Von solch einem "Immerwährenden Rosenkranz" wird eine spürbare Kraft ausgehen, die Berge versetzen kann. Für einzelne Personen, besonders aber für die Gruppen und Familien kann eine wöchentliche Selbstverpftichtung zum Rosenkranzgebet eine wirkliche Erneuerung bedeuten.

Pater Johannes Schmid hatte den Wunsch, dass die Rosenkranzbruderschaft die Seele der Gebetsstätte Maria vom Sieg in Wigratzbad bildet. Durch den "Immerwährenden Rosenkranz" versuchen wir diesem Ideal ein Stück näherzukommen.